Gemeinsam für Fortuna – gegen Unruhestifter

Hallo Fortuna-Fans,

die letzten Wochen haben viele Fragen aufgeworfen. Die Lage des gesamten Vereins ist besorgniserregend – nicht nur hinsichtlich des sportlichen Abschneidens oder des Auftretens unserer ersten Mannschaft.

Mitglieder der Ultras Düsseldorf und der Führung des Supporters Club Düsseldorf haben daher in der zurückliegenden Woche intensive Gespräche mit dem Trainer, Mitgliedern der Mannschaft und dem Vorstand des Vereins geführt, um die aktuelle Situation aufzuarbeiten. Diese Gespräche fanden in einer diskreten und sehr konstruktiven Atmosphäre statt, ohne dass jedoch unsererseits mit Kritik gespart wurde.

Das Wichtigste zuerst: Wir stehen auch weiterhin geschlossen hinter unserem Team und unserem Trainer Mike Büskens! Die Gespräche mit Trainer und Spielern lieferten keinerlei Anlass zu der Annahme, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Team angespannt oder gar zerrüttet sei. Mit der Philosophie von Mike Büskens können wir uns zu 100 Prozent identifizieren und sind überzeugt, dass diese deckungsgleich mit den Ansprüchen ist, die wir an unseren Verein haben. Kurzfristige Erfolge sind zwar wünschenswert, viel wichtiger ist jedoch die nachhaltige Entwicklung des gesamtes Vereins – von der Jugend bis hin zu den Vereinsstrukturen. Dies erfordert vor allem Geduld – und zwar sogar deutlich mehr, als wir es uns alle zu Beginn der Saison erhofft hatten.

Blanker Aktionismus wird diese Entwicklung nicht fördern! Sie kann im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass Fortuna die gleichen Fehler begeht wie in den 1990er Jahren. Dessen sollten wir uns alle bewusst sein!

Wie ein roter Faden zog sich die Rolle der Medien durch alle Gespräche. Vor allem von Seiten der Boulevardpresse werden offenbar schon seit Beginn der Rückrunde der zurückliegenden Saison immer wieder Unwahrheiten verbreitet und somit Unruhe in den Verein getragen. Die Zeiten, in denen nur eine kleine und dem Verein durchaus wohlwollend gesinnte Journalistenschar die Fortuna begleitet hat, sind lange vorbei; der Kampf um Schlagzeilen und Auflagen wird auf dem Rücken des Trainers, der Spieler und der Verantwortlichen ausgetragen, wobei es offenbar kaum noch ein Tabu gibt. Leidtragender ist am Ende immer der Verein Fortuna Düsseldorf!

Aussagen von Verantwortlichen werden offenbar bewusst fehlinterpretiert und Spieler in einem falschen Licht dargestellt, wenn sie sich weigern, den Journalisten die Schlagzeilen zu diktieren, die diese gerne veröffentlichen würden. Der Verein steht diesem Gebaren leider nach wie vor mehr oder weniger hilflos gegenüber und scheint nicht in der Lage zu sein, seine Angestellten schützen zu können. Dies wurde von unserer Seite auch in aller Deutlichkeit kritisiert. Es muss zu den primären Aufgaben des kommenden Vorstandsteams gehören, die Zusammenarbeit mit den Medien auf den Prüfstand zu stellen und sich in diesem Bereich besser aufzustellen. Es kann nicht sein, dass unser Verein in sportlich weniger erfolgreichen Zeiten zwischen den Mühlen der Presse aufgerieben wird.

Die Auswertung der Gespräche hat bei uns den Eindruck erweckt, dass es rund um den Verein ein regelrechtes Netzwerk von Unruhestiftern gibt, dessen Mitglieder ihre Interessen und ihr Ego über den Erfolg des Vereins stellen. Der Einfluss dieses Netzwerkes sorgt offenbar für zusätzliche Unruhe und erschwert massiv die Arbeit der sportlichen Leitung. Gerade in Zeiten eines dringend notwendigen Umbruchs und einer über Jahre hinweg nicht ausreichend forcierten Neuausrichtung des Vereins – speziell im Zusammenspiel zwischen Lizenzspielerbereich und Nachwuchsleistungszentrum – sind solche Störfeuer, die leider nicht nur von außen kommen, pures Gift.

Diese Faktoren sorgen dafür, dass Trainer und Mannschaft zur Zeit in einem sehr schwierigen Umfeld arbeiten müssen. Dass ausgerechnet in diese Zeit auch noch schier endlose Diskussionen um die künftige strukturelle und personelle Ausrichtung des Vereins fallen, erschwert die Situation zusätzlich; hier sind alle Verantwortlichen und insbesondere die Mitglieder des Aufsichtsrates in der Pflicht, ihren Aufgaben in verantwortungsvoller Art und Weise nachzukommen, Nägel mit Köpfen zu machen und persönliche Interessen dabei außen vor zu lassen.

Allerdings steht auch die Mannschaft in der Pflicht, ihren Worten, sie stehe zu 100 Prozent hinter ihrem Trainer, am Sonntag und in den folgenden Spielen Taten folgen zu lassen. Den Spielern wurde unsererseits deutlich klargemacht, dass wir sicherlich keinen Zauberfußball erwarten, wohl aber Leidenschaft und vollen Einsatz für unseren Verein. Wer hierzu nicht bereit ist bzw. persönliche Interessen vorne anstellt, möge den Verein mit sofortiger Wirkung verlassen!

Alle im Verein – Trainer, Mannschaft, Vorstand und Fans – sind mit der aktuellen Situation unzufrieden. Einigkeit herrscht bei uns allen jedoch in einem Punkt: Was jetzt wichtig ist sind Ruhe und Geschlossenheit! Trainer und Mannschaft müssen in Ruhe arbeiten können, damit sie aus den noch ausstehenden Spielen bis zur Winterpause eine möglichst hohe Punkteausbeute erzielen können und gestärkt in das neue Jahr gehen kann.

In der Vergangenheit hat uns ausgezeichnet, dass wir in schwierigen Situationen, in denen andernorts bereits Köpfe gerollt wären, zusammen gestanden haben und als Verein mit breiter Brust aus diesen hervorgegangen sind. Es ist an der Zeit, diesen Geist wieder zu beleben!

Wir bitten Euch daher: Verzichtet am kommenden Sonntag auf Protestkundgebungen, Blockaden oder sonstige Unmutsbekundungen. Gebt unserer Mannschaft stattdessen von der ersten Minute an das Gefühl, dass wir hinter ihr stehen und zusammen dieses wichtige Spiel gewinnen wollen, und zwar unabhängig davon, welche elf Spieler unser Trainer morgen aufstellt! Wenn wir aus diesem Tief, welches auch durch großes Verletzungspech und die eine oder andere unglückliche Entscheidung gegen uns verursacht wurde, heraus kommen möchten, dann nur zusammen!

Gemeinsam für Fortuna – gegen Unruhestifter

4 Gedanken zu “Gemeinsam für Fortuna – gegen Unruhestifter

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