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Tick Tack, Tick Tack – die Zeit läuft ab!

Eine turbulente Saison neigt sich mit dem kommenden Spiel gegen den FCK dem Ende zu und wir alle sind froh, diese endlich hinter uns gebracht zu haben. Wir möchten diesen letzten Spieltag nutzen, um noch einmal auf eine Thematik aufmerksam zu machen, bei der wir es leider bisher versäumt haben, eine klare öffentliche Kritik in den zuletzt turbulenten Zeiten rund um unsere Fortuna zu äußern.

Seit Beginn der Saison werden bei unseren Heimspielen mehrere Spielminuten von einem Sponsor „präsentiert“. Dies geschieht sowohl visuell auf der Anzeigetafel, als auch hörbar durch den Ton einer tickenden Uhr im Stadion. Dieser Ton ist vielen Fans erst im Verlauf der Spielzeit aufgefallen, da er in der stimmungsvollen Fankurve manchmal nur schwer zu hören ist. Umso deutlicher ist dieser allerdings auf den Geraden und im Fernsehen zu vernehmen.

Der Verein Fortuna Düsseldorf hat sich sowohl in der Öffentlichkeit, als auch in offiziellen Gesprächen mit Fanvertretern immer wieder klar dahingehend positioniert, Werbemöglichkeiten nur so weit zu nutzen, dass die Identität unseres Vereins gewahrt wird und wir nicht zu einer austauschbaren Werbeplattform verkommen.

So wurde beispielsweise auf dem lokalen Fankongress 2012 intensiv zwischen Vertretern der Marketingabteilung und Fans diskutiert. Dabei kamen viele streitbare Positionen zum Vorschein, jedoch haben alle Fanvertreter aus allen unterschiedlichen Lagern eine klare rote Linie gezogen: Keine Werbebotschaft darf vom Spiel ablenken. Als Beispiele wurden deutlich akustische Signale genannt, die den Blick auf die Werbung auf der Anzeigetafel lenken sollen. Unser ehemaliger Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth hat diese Botschaft ein Jahr später, wiederum beim Fankongress, auf Rückfragen noch einmal unterstützt und solche Möglichkeiten in Anwesenheit der Marketingabteilung für unseren Verein ausgeschlossen. Mittlerweile hat dieser Mechanismus jedoch schleichend Einzug gehalten.

Jeder Fortune, der die Mannschaft in der Vergangenheit durch die Stadien der Republik begleitet hat, kennt Spielorte, in denen es wie auf einer Kirmes durchgehend bimmelt und bammelt. Doch selbst bei Vereinen wie Paderborn hat anscheinend in letzter Zeit ein Umdenken stattgefunden, sodass diese Töne dort massiv abgenommen haben. Es ist Zeit, dass auch bei uns ein Umdenken stattfindet. Mittlerweile sollte Fortuna in der wirtschaftlichen Lage sein, nicht mehr auf jeden Wunsch von Sponsoren eingehen zu müssen, sondern selbst Grenzen ziehen zu können und Dinge abzulehnen, die nebenbei in der Außenwirkung auch dem Sponsor selbst schaden.

Ihr erinnert euch vielleicht: Bereits beim zweiten Saison-Heimspiel gegen 1860 gab es unsererseits zwei Spruchbänder zur Thematik. Wir wollen uns am letzten Spieltag mit Hilfe von Transparenten noch einmal klar gegen diese Form der Werbung positionieren und so den Verantwortlichen für die Sommerpause den klaren Auftrag mitgeben, das Gespräch mit dem Sponsor zu suchen und eine alternative Lösung zu finden.

Ultras Düsseldorf 2000

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