Karteninfos

Am Ostermontag hat das Haus der Jugend zwischen 19.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Es besteht das letzte Mal die Chance, sich Karten für das Spiel gegen den KSC zu sichern.

Karteninfos

Karten für das letzte Auswärtsspiel gegen den KSC sind ab Montag, den 07.04 im Haus der Jugend verfügbar.

Zur aktuellen Lage

Es ist mal wieder soweit. Unser Verein gibt sowohl sportlich als auch in der öffentlichen Wahrnehmung ein fürchterliches Bild ab. Es scheint fast so, als ob all das zusammenbricht, was in den letzten Jahren mühsam aufgebaut wurde. Was Spieler und Trainerstab seit Beginn 2013 abliefern, ist eine bodenlose Frechheit. Wie viele Trainer müssen noch verschlissen werden, bis sich an der Kaderzusammensetzung etwas ändert? Wer innerhalb von 15 Monaten unter 3 oder sogar 4 Trainern keine Leistung abliefert, wird im Fortuna-Dress wohl auch in naher Zukunft nicht mehr aufblühen. Und wenn seit Ewigkeiten jede Woche gefühlt 5 Spieler wegen muskulärer Probleme pausieren müssen, gibt es wohl auch noch andere Baustellen?!

Aber auch wir Fortuna-Fans müssen uns kritisch hinterfragen. Erreichte der Support durch Fangesänge und Gänsehautatmosphäre in der Hinrunde 2011/12 ihren Höhepunkt, geht es seitdem leider stetig abwärts. Tiefpunkte waren zuletzt die Heimspiele im Derby gegen die Domstädter sowie gegen die an Fallsucht erkrankten St. Paulianer. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Ein möglicher Grund sind gestiegene Ansprüche innerhalb der Anhängerschaft durch die Erfolge der letzten Jahre. Diese Ansprüche wurden nicht im Ansatz erfüllt und der Rumpelfußball der letzten 1-2 Jahre sorgte eher noch dafür, dass jegliche Euphorie von Spiel zu Spiel im Keim erstickt wurde, was sich entsprechend in der schlechten Stimmung widerspiegelt.

Doch das wäre zu einfach! Ein anderer nicht unerheblicher Grund sind Unstimmigkeiten und Machtkämpfe zwischen verschiedenen Einzelpersonen und Gruppen innerhalb der Fanszene. Negativer Höhepunkt war die Schlägerei zwischen „Dissidenti“ und den „Bushwhackers Düsseldorf“ beim Auswärtsspiel in Frankfurt, durch die ein seit vielen Monaten schwelender Konflikt eskalierte. Die Auseinandersetzung hatte nicht nur zur Folge, dass unser Vorsänger Marvin vorübergehend in Gewahrsam genommen wurde, obwohl er für jeden deutlich sichtbar ausschließlich versucht hatte zu schlichten. Noch viel schlimmer war die nachfolgende mediale Berichterstattung, welche Fortuna Düsseldorf und die Fortuna Fanszene deutschlandweit in einem extrem schlechten Licht dastehen ließ.

Obwohl die Ultras Düsseldorf nur am Rande an den Vorkommnissen in Frankfurt beteiligt waren, können wir natürlich nicht die Augen verschließen und wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber der Fanszene bewusst. Wir beziehen deshalb Stellung zur aktuellen Situation:

Wie inzwischen hinlänglich bekannt ist, war der Auslöser der Schlägerei eine Fahne von „Frente Atletico“, welche durch Mitglieder der „Bushwhackers Düsseldorf“ aufgehängt wurde. Grund hierfür ist eine Freundschaft zwischen Mitgliedern beider Gruppen. Natürlich muss jeder Fortuna-Fan und jede Gruppe selbst wissen, zu welchen anderen Vereinen und Fan-Gruppierungen er oder sie Sympathien hegt, und wie er oder sie dies auslebt. Fakt ist jedoch, dass Mitglieder von „Frente Atletico“ keinen Hehl daraus machen, wie es um ihre Gesinnung gestellt ist. Dass dies nicht automatisch bedeutet, dass die Hooligan-Szene von Fortuna rechts unterwandert ist, ist jedem klar, der die Szene kennt und der sich nicht nur durch das Lesen von einschlägigen Artikeln eine Meinung bildet. Nichtsdestotrotz dürfen sich die „Bushwhackers“ nicht wundern, dass ihre unpolitische Haltung innerhalb der Fortuna-Szene kritisch hinterfragt wird, wenn sie bei Fortuna-Spielen die Fahne einer befreundeten Gruppe aufhängen, deren Mitglieder alles andere als unpolitisch auftreten. Für uns gibt es keine zwei Meinungen: Rechte Scheiße und Nazis haben bei Fortuna nichts verloren! Das Gleiche gilt für Fahnen von Gruppen, deren Mitglieder eben jene braune Scheiße im Kopf haben und diese nach außen propagieren! Wir haben uns deshalb gemeinsam mit den „Bushwhackers“ darauf verständigt, dass die Fahne von „Frente Atletico” im Sinne des Vereins in Zukunft nicht mehr bei Fortuna-Spielen hängen wird.

Darüber hinaus sind sich die Ultras Düsseldorf einig, dass es innerhalb des Block 42 keine gemeinsame Zukunft mit der Gruppe „Dissidenti“ geben wird. Dies wurde „Dissidenti“ bereits mitgeteilt, mit der Bitte, sich innerhalb der Arena einen anderen Block zu suchen.

Seit die Support Area vor genau 5 Jahren ins Leben gerufen wurde, steht dieser Bereich der Arena für Freiheit, Selbstverwaltung und einen letzten Lichtstrahl im ansonsten mit Verboten gespickten Morast namens „Profi-Fußball“. Dennoch steht der Block 42 aber auch für Verantwortung. Verantwortung, der wir uns als Gruppe „Ultras Düsseldorf“ gerne stellen. Diese übernommene Verantwortung garantiert uns einen Block frei von Ordnern, Polizei sowie bürokratischen Marathonläufen zur Anmeldung von Aktionen. Zum Erhalt dieser Freiheiten ist eine offene und ehrliche Zusammenarbeit innerhalb des Block 42 notwendig. Diese Zusammenarbeit funktioniert nur mit Absprachen und Regeln, die untereinander getroffen werden, sowie vor allem Respekt gegenüber einander.

Vor rund einem Jahr wurde der Block 42 durch die Neugründung von „Dissidenti“ um eine Gruppe reicher. In gemeinsamen Gesprächen verständigten wir uns auf Spielregeln für das gemeinsame Miteinander, wie z.B. die frühzeitige Bekanntgabe von Transparenten und Aktionen – denn schließlich repräsentieren Transparente den ganzen Block und nicht eine einzelne Gruppe. Neben wiederholten Verletzungen dieser von beiden Seiten aufgestellten Spielregeln kam es seitens „Dissidenti“ im vergangenen Jahr leider immer wieder zu gezielter Stimmungsmache gegen die Gruppe „Ultras Düsseldorf“, deren Mitglieder sowie deren Sektionen. Auf diese Weise wurde unter anderem versucht, UD bei der Vergabe der Block 42 Dauerkarten gegen den Verein auszuspielen.

Wie der Name „Dissidenti“ aussagt, handelt es sich bei den Gruppenmitgliedern um systemkritische Fortuna-Fans. In der Gruppenvorstellung von „Dissidenti“ heißt es: „Als Dissident wird jemand bezeichnet, der oder die eine Meinung vertritt, die von der im System herrschenden abweicht.“ Wir haben in den letzten Monaten den Eindruck gewonnen, dass man bei „Dissidenti“ noch einen Schritt weiter geht und alles und jeden verurteilt, der die eigene Meinung nicht zu 100 Prozent teilt. Getreu dem Motto: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“. Wenn Mitglieder und Sektionen von UD trotz eines klaren Bekenntnis gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung sogar in eine rechte Ecke geschoben werden, ist irgendwann ein Maß erreicht, bei dem ein gemeinsames Miteinander nicht mehr möglich ist.

Es ist unser Ziel, eine weitere Spaltung der Fortuna-Fanszene um jeden Preis zu verhindern. Aber auch wenn unsere Konsequenz auf den ersten Blick paradox erscheint, glauben wir, dass ein Blockwechsel von „Dissidenti“ unausweichlich ist, um dieses Ziel zu erreichen. Als Fortuna vor rund 10 Jahren das schlimmste Tief durchschritt, hat sich die Fanszene vor allem dadurch ausgezeichnet, dass wir eng zusammengerückt sind und zusammengestanden haben. Nur weil wir zwischenzeitlich einen kurzen Ausflug in die Bundesliga gemacht haben und der Verein rasant gewachsen ist, sollten wir diesen Zusammenhalt nicht vergessen und wieder enger zusammenrücken. Dies ist umso wichtiger, wenn wir einen Blick auf die anhaltende sportliche Talfahrt werfen.

Es steht außer Frage, dass dieses Zusammenrücken keinesfalls auf Kosten grundsätzlicher Werte wie Antifaschismus von statten gehen darf! Der Block 42 steht auch weiterhin für ein kreatives Miteinander, in dem sich jeder frei entfalten kann und in dem Rassismus und Diskriminierung keinen Platz haben. Es steht jedoch ebenfalls außer Frage, dass ein erneutes Zusammenwachsen und Erstarken der Fanszene und des Block 42 nicht möglich ist, solange Gruppen und Einzelpersonen versuchen, ihre eigene Position dadurch zu stärken, indem sie gezielt andere Fortuna-Fans diskreditieren.

Unser oberstes Bestreben ist und bleibt die kreative und lautstarke Unterstützung von Fortuna Düsseldorf. Wir hoffen, dass wir diesem Ziel gemeinsam mit allen anderen Fortuna-Fans in Zukunft wieder einen Schritt näher kommen! Deshalb heißt es heute und in den übrigen sechs Spielen: Arsch hoch und Vollgas geben! Das gilt auch für die Mannschaft!

Alle gemeinsam gegen den Abstieg!

ALLES FÜR FORTUNA // FORTUNA FÜR ALLE

ULTRAS DÜSSELDORF 2000